Trinitatis

Am Sonntag nach Pfingsten feiern wir das Trinitatisfest.
Quelle: ekiba_Annette Wohlfeil
Das Trinitatisfest ist keinem Ereignis der Geschichte Gottes mit den Menschen zuzuordnen (wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten), sondern erhielt seine Bedeutung und seinen Namen von einem theologischen Anliegen. Das Wort Trinitatis ist lateinisch und bedeutet „Dreiheit“. Trinitatis ist das Fest des dreieinigen Gottes, der sich nach den biblischen Erzählungen den Menschen als Vater, als Sohn und als Heiliger Geist offenbart hat. An Trinitatis feiern Christen die Einheit Gottes in seinen unterschiedlichen Werken: dem Schöpfungswerk des Vaters, dem Versöhnungswerk des Sohnes und dem Vollendungswerk des Heiligen Geistes. Dieser Festtag stellt das Glaubensbekenntnis an den dreieinigen Gott in den Mittelpunkt. Meist wird an diesem Tag anstelle des üblichen "apostolischen" Glaubensbekenntnisses eines der beiden weniger bekannten, das "nicänische" oder das "athanasianische" Glaubensbekenntnis gesprochen. Beide gehören neben dem apostolischen zu den ältesten Bekenntnissen der Kirche.
Das Trinitatisfest liegt am Sonntag nach Pfingsten und eröffnet die längste Zeit im Kirchenjahr, die festlose Trinitatiszeit: Bis zu 24 Sonntage werden dazu gezählt; die genaue Anzahl ist abhängig vom Ostertermin. Sie haben jeweils einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt. Ihnen folgen die drei letzten Sonntage im Kirchenjahr.

Die Trinitatiszeit

Die Trinitatiszeit (Trinität = lat.Dreiheit) beginnt mit dem Sonntag nach Pfingsten, dem Dreifaltigkeits- bzw. Dreieinigkeitssonntag.

Der Trinitatissonntag gehört zur Gruppe der Ideenfeste, d.h. er ist von seiner Entstehung her keinem heilsgeschichtlichen Ereignis, wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten )zu zuordnen, sondern erhielt seinen Namen aus einem theologischen Anliegen heraus.

Mit diesem Festtag soll die Dreieinigkeit von Gott Vater, Sohn und Heiligem Geist bewusst gemacht und gefeiert werden.

Die höchstens 24 folgenden Sonntage werden nach Trinitatis gezählt; die genaue Anzahl ist abhängig vom Ostertermin. Sie haben jeweils einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt. Ihnen folgen die drei letzten Sonntage im Kirchenjahr.

Israelsonntag

Quelle: ekiba_Rüdiger Scholz
...auf dem Weg nach Jerusalem
Der Israelsonntag ist ein Sonntag im evangelischen Kirchenjahr, der das Verhältnis von Christen und Juden zum Thema hat. Dabei geht es schwerpunktmäßig nicht um die Rückschau, sondern um die Überlegungen wie das Miteinander in der Zukunft noch besser gestaltet werden kann. Er wird am 10. Sonntag nach Trinitatis, also 11 Wochen nach dem Pfingstfest begangen. Traditionelles Sonntagsevangelium ist Lukas 19,41–48 LUT, Jesus weint über Jerusalem. Als Alternative gilt seit 1998 Markus 12,28–34 LUT, das Gespräch Jesu mit einem jüdischen Schriftgelehrten über das höchste Gebot. Wurde früher Psalm 84 LUT gesprochen, so soll es heute nach dem Evangelischen Gottesdienstbuch Psalm 106,4–5a.47a.48a LUT und nach der Reformierten Liturgie sowie der Pfälzischen Agende Psalm 74 LUT sein: Es geht also nicht mehr um den Tempel, sondern um Gottes bleibende Treue.

Eine ältere Bezeichnung des Tages lautet „Gedenktag der Zerstörung Jerusalems“. Darin schien noch die Verbindung zum jüdischen Tischa beAv auf. Das Judentum begeht den Gedenktag der Zerstörung des ersten Tempels am 9. Av. Das fällt zumeist in zeitliche Nähe zum 10. Sonntag nach Trinitatis. Im Jahr 2010 liegt der 10. Sonntag nach Trinitatis auf dem 8. August, der 9. Av entspricht im gregorianischen Kalender dem 20. Juli.

In der Änderung des Namens sowie der für den Sonntag vorgeschlagenen Bibeltexte spiegelt sich eine theologische Entwicklung der Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg, die besonders seit etwa 1970 wirksam wurde: Nach dem Holocaust hat die evangelische Theologie versucht, ein theologisches Verständnis des Judentums zu gewinnen, das frei von Antijudaismus und Antisemitismus ist.
 
Vorschläge zur Gottesdienstgestaltung im Kirchenjahr

Predigtanregungen, Gebete, Buchvorschläge etc. finden Sie auf der Internetseite www.daskirchenjahr.de

Das Kirchenjahr und die alten Kirchenbücher

Hilfe und Erklärungen für die Suche in alten Kirchenbüchern und der dortigen Zählung der Kirchenjahresdaten bietet die Seite: http://wiki-de.genealogy.net/Kirchenjahr