Notfallseelsorge

Quelle: ZfS-Baden
Die verlässliche Organisation für Notfallseelsorge ist ein neues Arbeitsfeld, das in den Kirchenbezirken aufgebaut und organisiert werden muss. Dennoch ist Notfallseelsorge im Grunde nichts Neues. Es war schon immer eine zentrale Aufgabe der Kirche, Sterbende zu begleiten, Aussegnungen vorzunehmen oder Todesnachrichten zu überbringen.

Die aktiven Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger sichern die Präsenz der Kirche an einem Dienst in fremden Organisationen, insbesondere der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten in den Landkreisen. Inzwischen ist eine kirchlich orientierte Notfallseelsorge von Wertheim am Main bis nach Konstanz am Bodensee fast lückenlos sichergestellt.

Die Notfallseelsorge wird auf der Ebene der Stadt- und Landkreise organisiert. Für jeden Stadt- und Landkreis beruft die Evangelische Landeskirche in Baden "Koordinierende Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger".

Auf der Homepage der Landesarbeitsgemeinschaft Notfallseelsorge der christlichen Kirchen in Baden-Württemberg (www.nfs-bw.de) finden Sie weitere Informationen.
 

Polizeiseelsorge

Quelle: Gabriele_Hug_Alabiso
Polizistinnen und Polizisten sind täglich mit der Schattenseite der Gesellschaft und schützenswerten Gütern konfrontiert. Sie schauen in Ausübung ihres Dienstes in Abgründe und können dabei selbst beschädigt werden. Der kirchliche Dienst in der Polizei begleitet die Einzelnen, wie die Institution als Ganzes, durch Besuche auf den Dienststellen, Begleitung in den Einsatzdiensten und Mitwirkung in der Fortbildung.

Der Staat wünscht eine partnerschaftliche Begleitung durch die Kirchen als wertbezogene Handlungsorientierung. Dies ist wichtig, weil die Polizei als Organ des Machtmonopols des Staates dieses immer dann ausübt, wenn Wertorientierungen nicht mehr gefolgt wird. Die christlichen Kirchen bieten sich als Partner an, weil das jüdisch-christliche Erbe das geistige und kulturelle Rückgrat unseres Landes bildet und insbesondere die Wertorientierung des Grundgesetzes geprägt hat.

Im Bereich der Badischen Landeskirche gibt es seit 1972 die Einrichtung des Landespolizeipfarrers. Derzeit übt diese Stelle Pfarrer Bernhard Goetz aus Vogtsburg-Bickensohl im Kaiserstuhl aus. Er wird von 15 regionalen Beauftragten unterstützt, die einen kleinen Teilauftrag neben ihrer normalen Gemeindetätigkeit haben.

Pfarrer Goetz wird immer wieder von Beamtinnen und Beamten zum vertraulichen Gespräch gebeten, hat er doch nicht nur Schweigepflicht, sondern Zeugnisverweigerungsrecht. Man kann ihm alles anvertrauen und er kann nicht gezwungen werden vor Gericht auszusagen. Der Polizeiarzt muss aussagen, wenn er von der Schweigepflicht entbunden wird, der Pfarrer nicht. Er kann weiter schweigen. Das ist besonders wichtig in einer Organisation, in der alle Mitglieder dem Strafverfolgungszwang unterworfen sind. Wenn einem Polizisten etwas Strafwürdiges vor Augen oder zu Ohren kommt, muss er das verfolgen und Anzeige erstatten.

Gerade auch wenn Kolleginnen oder Kollegen betroffen sind, darf das nicht verschwiegen, sondern muss zur Anzeige gebracht werden. Das bildet eine Kultur des permanenten Misstrauens aus, dem die kirchliche Kultur des Vertrauens entgegen gesetzt wird.

Kontakt:
Landespolizeipfarrer Bernhard Goetz
Birkenweg 7
79410 Badenweiler
Tel. 07632 8234715
Fax 07632 8234716
 
 

Ihr Ansprechpartner im Evangelischen Oberkirchenrat

Gregor Bergdolt - Leiter des Bereichs "Seelsorge in besonderen Arbeitsfeldern I" - Notfall-, Polizei-, Studierenden-, Telefon- und Internetseelsorge
 
 
 
 
Trauer & Abschied

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