Grundordnung & Staatskirchenvertrag

Grundordnung

Die Grundordnung ist die gesetzliche Grundlage, auf der die Arbeit in unserer Landeskirche basiert. In ihr werden die theologischen Grundlagen und die ökumenischen Beziehungen beschrieben. Sie bezieht sich sowohl auf die Unionsurkunde von 1821 und deren gesetzlichen Erläuterungen von 1955, als auch auf die Theologischen Erklärungen der Bekenntnissynode von  Barmen 1934.

Im Vorwort heißt es:

- Die Evangelische Landeskirche in Baden glaubt und bekennt Jesus Christus als ihren Herrn, als alleiniges Haupt der Christenheit.

- Sie gründet sich als Kirche der Reformation auf das in der Heiligen Schrift im Alten und Neuen Testament bezeugte Wort Gottes als die alleinige Quelle und oberste Richtschnur ihres Glaubens, ihrer Lehre und ihres Lebens und bekennt, dass das Heil allein aus Gnaden, allein im Glauben an Jesus Christus empfangen wird. 

- Sie bezeugt ihren Glauben durch die drei altkirchlichen Glaubensbekenntnisse:

- Sie anerkennt, gebunden an die Unionsurkunde von 1821 und ihre gesetzliche Erläuterung von 1855, namentlich und ausdrücklich das Augsburger Bekenntnis als das gemeinsame Grundbekenntnis der Kirchen der Reformation, sowie den kleinen Katechismus Luthers und den Heidelberger Katechismus nebeneinander, abgesehen von denjenigen Katechismusstücken, die zur Sakramentsauffassung der Unionsurkunde in Widerspruch stehen.

- Sie bejaht die Theologische Erklärung von Barmen als schriftgemäße Bezeugung des Evangeliums gegenüber Irrlehren und Eingriffen totalitärer Gewalt.

- Sie weiß sich verpflichtet, ihr Bekenntnis immer wieder an der Heiligen Schrift zu prüfen und es in Lehre, Ordnung und Leben zu bezeugen und zu bewähren. Auf dieser Grundlage gibt sich die Evangelische Landskirche in Baden diese Grundordnung. Sie ist dabei überzeugt, dass alles Recht in der Landeskirche allein dem Auftrag ihres Herrn Jesus Christus zu dienen hat. Es findet in diesem Auftrag seine Vollmacht und seine Grenze. Daher ist jede Bestimmung der Grundordnung im Geist der Liebe Christi zu halten.

In 7 Abschnitten werden die Grundlagen, der Aufbau und die Leitung der Gemeinde, des Kirchenbezirks und der Landeskirche, sowie die Dienste und Ämter in der Kirche beschrieben.

Staatskirchenvertrag

Nachdem am 17. Oktober 2007 der Kirchenvertrag unterzeichnet wurde und der Landtag und die Landessynoden diesen Kirchenvertrag durch ihre Zustimmungsgesetze jeweils einstimmig gebilligt haben, ist der Staatskirchenvertrag am 10. April 2008 in Kraft getreten.

Er bringt die bisher schon sehr guten Beziehungen zu den beiden Landeskirchen in eine rechtsverbindliche Form. Der Vertrag enthält unter anderem Regelungen zu den Staatsleistungen, zum Religionsunterricht, zu den theologischen Fakultäten, zum Sonn- und Feiertagsschutz und zu Gebührenbefreiungen.
Für die Evangelische Landeskirche in Baden tritt er an die Stelle des Vertrages von 1932, für die württembergische Landeskirche ist dies der erste Vertrag mit dem Land.

Der unterzeichnete Staatskirchenvertrag - Vertrag des Landes Baden-Württemberg mit der Evangelischen Landeskirche in Baden und mit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg (Evangelischer Kirchenvertrag Baden-Württemberg – EvKiVBW) - steht unten als Download zur Verfügung, ebenso die Ratifizierung.

 
www.kirchenrecht-baden.de

Quelle: ekiba
Hier finden Sie die Rechtssammlung der Landeskirche. U.a. werden Sie dort fündig zum "Geltenden Recht", den Gesetzes- und Verordnungsblättern der Badischen Landeskirche, der Grundordnung...

Staatskirchenvertrag

Quelle: ekiba
Austausch der Ratifikations-urkunden des Kirchenvertrages am 9. April 2008  und weitere Meldungen zur Entstehung des Staatskirchenvertrages