Grundgedanke & Erhebung

Quelle:  GordonGrand - Fotolia.com
 

Hinter der Kirchensteuer steht der Grundgedanke der wechselseitigen Solidarität aller Kirchenmitglieder. Kirchensteuer zahlen Kirchenmitglieder, die auf Grund ihres Einkommens dazu in der Lage sind. Als objektiver Maßstab hierfür dient das zu versteuernde Einkommen. Nur wer Einkommensteuer zu entrichten hat, zahlt auch Kirchensteuer! Schülerinnen und Schüler, Studierende, Arbeitslose, aber auch Rentnerinnen und Rentner, die in der Regel kein zu versteuerndes Einkommen haben, zahlen daher meist keine Kirchensteuer. Es gilt das Prinzip: „Wer viel verdient, gibt mehr. Wer wenig verdient, leistet einen geringeren Beitrag.“ Daher beträgt die Kirchensteuer jeweils 8% der Lohn- und Einkommensteuer. Und die Höhe der Kirchensteuer ist deshalb nicht verhandelbar.

Die Kirchensteuer wird zusammen mit Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag von den Finanzämtern erhoben. Da die Kirchensteuer unmittelbar mit der Einkommensteuer zusammenhängt wurde die Steuererhebung gegen eine „Bearbeitungsgebühr“ von 3% des Steueraufkommens auf die Finanzverwaltung übertragen. Eine eigene Steuererhebung durch die Kirchen wäre um ein Vielfaches aufwändiger und teurer.

Die Finanzverwaltung überweist das monatliche Kirchensteueraufkommen an die Kirchen. Wir wissen daher nicht, welches Kirchenmitglied wie viel Kirchensteuer bezahlt. Dies ist einerseits gut, weil dadurch die Anonymität des Steuerzahlers und das Steuergeheimnis gewahrt werden, andererseits können wir uns wegen dieser Anonymität nicht direkt bei unseren Kirchensteuerzahlern bedanken.

In den vergangenen Jahren hat die Bundesrepublik Deutschland den Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer kontinuierlich von 53% auf 42% gesenkt, gleichzeitig wurde der Grundfreibetrag erhöht. Das Kirchensteueraufkommen war von der Steuersenkung unmittelbar betroffen. Insgesamt ergab sich eine Entlastung von bis zu 20% bei gleich bleibendem Einkommen. Als Kirche stehen wir vor der Herausforderung, mit weniger
Kirchensteuereinnahmen und trotz steigender Kosten in gewohnter Weise für die Menschen da zu sein. Denn im Gegensatz zum Staat haben wir keine Möglichkeit, geringere Steuereinnahmen durch Steuererhöhungen an anderer Stelle (z.B. Verbrauchssteuern) zu kompensieren.

Kirchensteuer- Servicetelefon

Quelle: Karin & Uwe Annas-Fotolia.com
 
Unter der kostenfreien Nummer 0800 7137137 sind wir für alle Fragen rund um die Kirchensteuer für Sie da.
 
Servicezeiten:
Montag - Freitag von 9:00 - 11:30 Uhr
Montag - Donnerstag von 14:00 - 16:00 Uhr
 
 
 
EKiBa-Spendenportal
Was Sie uns anvertrauen

Wissenswertes rund um Geld & Spenden finden Sie in dieser Broschüre:
 
Quelle: ekiba