Elektromobilität im Pfarrdienst – der Pfarrer fährt mit gutem Beispiel voran

Friesenheim

 
Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)
 

Nur in sehr wenigen großstädtisch geprägten Pfarrstellen ist die Infrastruktur des Nahverkehrs so ausgeprägt, dass die Wegstrecken im Pfarrdienst ohne PKW bewältigt werden können. Im ländlichen Bereich ist das in der Regel schlichtweg nicht möglich, jedoch liegen die Entfernungen, die bewältigt werden müssen, oft nur bei wenigen Kilometern.

Motivation und Ziel

Nachdem die Kirchengemeinde Friesenheim 2009 ihren Kleinbus (Fiat Scudo mit 9 Sitzplätzen) aufgegeben hat, und damit die CO2-Bilanz verbessern konnte, war die Frage, ob sich fu?r den Pfarrdienst noch weitere Einsparungsmöglichkeiten ergeben, oder ob die Dienstfahrten einfach zu einer erhöhten Kilometerleistung auf dem Privat – PKW des Pfarrers (VW Touran TDI) fu?hren. Damit wäre die Problematik lediglich verlagert worden.
Insbesondere die recht geringen Entfernungen führten zu der Überlegung ein Fahrrad mit Elektromotor einzusetzen. Entfernungen bis 40km lassen sich damit einigermaßen komfortabel zurücklegen. Auch die Steigungen in der Vorbergzone des Schwarzwalds können locker bewältigt werden. Da die lästige Parkplatzsuche in der Regel entfällt, ist der Zeitaufwand durch die geringere Geschwindigkeit akzeptabel. Lediglich bei schlechter Witterungslage, bei Personen oder Lastentransport kommt der Privat–PKW zum Einsatz.
 
 

Kaleidoskop

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)
 
 

Der Umbau

Die Ausgangsbasis bildete ein robustes Langliegerad „Peer Gynt“ der Firma Radius in Münster Baujahr 1990. Das bisherige 20“ Vorderrad wurde durch ein 20“ Vorderrad mit einem 250W Xingfeng Elektrogetriebemotor mit Hallsensoren ersetzt. Um das Drehmoment zu übertragen mussten Drehmomentstützen angefertigt und eingebaut werden. Die Reichweite pro Akkuladung beträgt ca. 40-60 km. Nach 1,5 Jahren hat das „Eigenbau – Liegepedelec“ eine Fahrleistung von ca. 2400 km. Der VW Touran hätte für diese Strecke ca. 144 l Dieselkraftstoff zum Preis von ca. 200 € verbraucht. Das lässt eine Amortisation der Umbaukosten in etwas mehr als 5 Jahren erwarten. Technische Details zum Umbau können gerne bei uns erfragt werden.
 
 

Zahlen, Daten, Fakten

Umsetzung im Winter 2010/2011 Km-Stand liegt mittlerweile bei 2400km

Kosten

Langliegerad Peer Gynt, Baujahr 1990 (vorhanden):
Umbau (durch wen?): 700€
Fallen Wartungskosten an?
Zum Vergleich: Preis für eine Neuanschaffung liegt bei 2000€
Reichweite pro Akkuladung: 40-60km/h
Geschwindigkeit 6km/h (Anfahrhilfe) bis 25km/h
 
 

Sonstige Tipps für Nachahmer/positive Effekte

Abschaffung des Kleinbusses und damit Kosteneinsparung bei dessen Unterhaltung und Wartung Amortisation der Investitionskosten innerhalb von 5 Jahren.

Kommunikation: Grüner Gockel und Umweltschutz
werden ungezwungen zum Gesprächsthema.
 
 

Galerie

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

 
 

Kontakt

Pfarrer Rainer Janus
Tel. 07821 997933
Email: rainer[dot]janus[at]kbz[dot]ekiba[dot]de
Internet: www.friesenheim-kirche.de
 
 
 
 
 
CO2-Ticker

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)

 Eingespart: -29%

BUE in Zahlen

Sparflamme 228
Energiebeauftragte 164
Avanti-Gemeinden 174
Heizungsoptimierung 103
Energiemission 8
Grüner Gockel 143
GG Einrichtungen 15
Pfarrgemeinden 642

CO2-Rechner

Mein CO2-Profil

Quelle: Umweltbundesamt

CO2 kompensieren

Quelle: Klima-Kollekte_kirchlicher_komentationsfonds

Grünes Küken

Quelle: Büro für Umwelt und Energie (BUE)