Dank, Bitte und Fürbitte

Gott, mit Herzen, Mund und Händen, danke ich dir für die guten Gaben deiner Schöpfung:
Dass nach durchschlafener oder durchwachter Nacht jeder Morgen ein neues Geschenk ist:
Ich darf es öffnen und auspacken.
Dass jeder neue Tag mir eine Fülle neuer Möglichkeiten bietet:
Ich darf sie mir zueigen machen und ausprobieren.
Dass jeder Atemzug mich aufs Neue belebt und mir sagt:
Dir ist ein neuer Anfang geschenkt.

Gott, mit Herzen, Mund und Händen, danke ich dir für die guten Gaben deiner Schöpfung:
Für das Brot auf dem Tisch,
Für sauberes Wasser und gute Luft,
Für jeden Menschen, der mit mir am Tisch sitzt
Und für alle, für deren Gemeinschaft ich dankbar bin.

Gott, ich bitte dich, dass ich erkenne,
was zum Leben nötig ist –
und auf was ich besser verzichte
um meiner und unserer Kinder Zukunft willen.
Ich bitte dich, dass ich das Lebensdienliche vom Lebensfeindlichen zu unterscheiden lerne.
Dass ich mich nicht der Schwarzseherei überlasse,
die unsere Welt noch dunkler machen würde.
Sondern mit wachem Blick wahrnehme, wo ich etwas zum Guten wenden kann.
Dass ich sehe, wo ich mich mit anderen Menschen verbinden und verbünden kann,
um gemeinsam Schritte zu tun, die ins Helle führen.

Gott, du schaust mich freundlich an,
Schenke mir den freundlichen Blick, der die Menschen und das Leben
nicht bei dem behaftet, was daran fehlerhaft und unvollständig ist.
Sondern der mir entdecken hilft, was wachsen kann und will in meinem Leben,
wenn du deinen Segen darauf legst.
Dein Segen ist das Versprechen,
das geknickte Rohr nicht zu zerbrechen,
den glimmenden Docht nicht auszulöschen,
und das zerbrochene Leben heil zu machen.

(Klaus Nagorni)

Gott, du kommst zu uns und wohnst unter uns, wenn Menschen geschwisterlich miteinander umgehen, wenn wir am anderen entdecken, was auch uns bewegt, wenn wir einander nahe kommen im gemeinsamen Suchen und Fragen.
Aber immer wieder kommt uns etwas dazwischen: unsere Ungeduld drängt sich vor, der Wunsch nach schnellen und einfachen Antworten, das, was wir als unser gutes Recht betrachten.
Wir fordern von anderen Menschen, was wir selbst nicht einzulösen bereit sind.
Darum bitten wir dich:
Befreie uns aus Enge und Selbstsucht, weite unseren Blick für das, was Andere bewegt, schenke uns das Talent, Gemeinschaft aufzubauen und zu pflegen und führe uns auf den Weg des Friedens.

(Klaus Nagorni)

Wir bitten dich, Gott, für alle Menschen, die auf den Wegen ihres Lebens unterwegs sind, behüte und bewahre sie, lass sie gute Begleiter finden, die ihnen helfen und zur Seite stehen, schenke ihnen Ausdauer und langen Atem, damit sie ihren Weg nicht aus den Augen verlieren, schenke ihnen Orientierung, damit sie sich nicht verlaufen, gib ihnen Mut und Hoffnung und die Gewissheit, dass du am Ende aller Wege auf sie wartest.

Wir bitten dich, Gott, für die Menschen in anderen Regionen und Erdteilen, schenke Frieden und Gerechtigkeit, damit ihre Lebenswege nicht vorzeitig abbrechen durch Hunger und Kriege, durch Not und Gewalt, gib sauberes Wasser und gute Nahrung, damit Kinder gesund aufwachsen und Eltern ihnen auf ihrem Lebensweg beistehen können.

Wir danken dir, Gott, für diesen guten Morgen, an dem du uns Kraft und Energie zum Aufstehen geschenkt hast, Mut und Zuversicht loszugehen, Ausdauer und Hoffnung, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, schließlich die Freude, hier zusammen mit allen anderen anzukommen.
Bleibe bei uns auf unserem weiteren Lebensweg, verlass uns nicht auf Höhen und in Tiefen, behüte und bewahre uns bis einmal alle Bewegung zur Ruhe kommen wird in dir.

(Klaus Nagorni)

Herr, unser Gott, als deine Gedanken hast du uns geschaffen, dir zum Bild.
Schenke, dass wir deine guten Gedanken sind, die ihre Herkunft von dir, guter Gott, der Welt erkennbar werden lassen.
Schenke, dass wir deine schöpferischen Gedanken sind, die sich nicht im Althergebrachten verlaufen, sondern der Welt eine Ahnung geben von ihrem Schöpfer.
Gib, dass wir einleuchtende Gedanken sind, die nicht die Dunkelheit, sondern das Licht in der Welt verstärken. Gib, dass wir hilfreiche Gedanken sind, die Probleme lösen, statt sie zu beklagen.
An Christus erkennen wir, welche Gedanken du über uns und unsere Welt hast. Lass uns seine Nähe suchen, damit wir uns nicht in Selbstverbissenheit verlieren.
Lass uns erfahren, was es heißt „ich will euch erquicken“. Damit wir nicht vor lauter Anstrengungen zu leben vergessen.
Damit wir das Leben aus der deiner Hand schöpfen, jeden Tag neu, erfrischend und erquickend, wie du es versprochen hast.

(Klaus Nagorni)

 
Wozu brauchen wir Dank-, Bitt- und Fürbittgebete?

Dank:
Schon die kleinen Kinder ermahnt man zum "Danke-Sagen". Warum tun wir das? Wir wollen mit dem Dank wohl den Geber einer Gabe ehren. Nehmen wir das einmal so im Blick auf den Dank Gott gegenüber: Wer Gott Dank sagt, der ehrt ihn; der erkennt an, dass er der Geber aller guten Gaben ist.

Bitte:
Aber wir dürfen Gott auch bitten: um das tägliche Brot, um Bewahrung und Hilfe, um Vergebung, für uns und andere Menschen.
 
Fürbitte:

Hier beten wir nicht nur für uns sondern auch für andere - also "Für-Andere-Beten" ist "Fürbitte".

Glauben und Bekennen - Gebete für jeden Tag

Wir sind so reich an Gütern - und so arm an Zeiten der Besinnung.
Hier finden Sie unter anderem Gebete für jeden Tag.