Bestattung

Die meisten Menschen in Deutschland wünschen sich eine Erdbestattung. Das hat seine guten Gründe. Die Angehörigen haben so eine Stätte der Erinnerung. Sie macht die Vergänglichkeit ebenso bewusst wie die Tatsache, dass Generationen vor uns gelebt haben. Durch den Namen auf dem Grab wird der Würde des Menschen entsprochen.
 
Mittlerweile gibt es aber auch zunehmend mehr Menschen, die eingeäschert werden wollen und die klassische Erdbestattung ablehnen. Die Zahl der Feuerbestattungen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Etwa ein Viertel der Feuerbestattungen erfolgt anonym in einem Sammelgrab. Vor allem in Großstädten wie Frankfurt, Hamburg und Berlin werden die meisten Menschen nicht mehr im Sarg bestattet.

Dahinter stehen immer wieder auch soziale Gründe - und nicht mehr allein religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen. Wo Angehörige fehlen oder weit entfernt sind, verliert das Grab als Ort der Erinnerung an die Verstorbenen seine Bedeutung. Mancher wünscht sich eine anonyme Bestattung, weil er den Angehörigen die Grabpflege ersparen will. Bei der Art der Bestattung werden auch Kostenfragen immer wichtiger. Dieser Trend ist verständlich, aber er hat auch Folgen: Manche Angehörige, die zuerst für eine anonyme Bestattung waren, haben dann einen Ort für ihre Trauer vermisst.
 
Wo es keine Selbstverständlichkeiten mehr hinsichtlich der Bestattung gibt, müssen wir vermehrt Entscheidungen treffen. Es wird wichtig, sich hierüber zu beraten und auch Erfahrungen von anderen Betroffenen einzuholen. Gemeindepfarrerinnen und Gemeindepfarrer helfen dabei, die Frage nach der Art der Bestattung zu klären.
 
 
Ratgeber

"Nicht(s) vergessen - Gut vorbereitet für die letzte Reise" - ein seelsorgerlicher Ratgeber der Landeskirche zur Vorbereitung auf den letzten Lebensabschnitt, auf Bestattung und Trauerfeier.
 
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