Was ist die Landessynode?

Quelle: ekiba alt
Die Landessynode ist neben dem Landesbischof, dem Landeskirchenrat und dem Evangelischen Oberkirchenrat eines der vier landeskirchlichen Leitungsorgane.

 

Diese unterscheiden sich durch die ihnen jeweils durch die Grundordnung zugewiesenen Aufgaben, dienen in ihrem Zusammenwirken aber dem einen gemeinsamen Ziel, das Evangelium Jesu Christi allen Menschen zu bezeugen. Die Leitung hat deshalb, wie die Grundordnung sagt, in geistlicher und rechtlicher Einheit zu geschehen.

Die Landessynode ist die Versammlung von gewählten und berufenen Mitgliedern der Landeskirche, die aus ihren Erfahrungen im kirchlichen Leben und aus ihrer besonderen Sachkenntnis heraus beschließend und beratend im Dienste an der Kirchenleitung zusammenwirken. Sie setzt sich zusammen aus den von den Bezirks- und Stadtsynoden gewählten und den von den synodalen Mitgliedern des Landeskirchenrates im Einvernehmen mit der Landesbischöfin bzw. dem Landesbischof berufenen Synodalen.

Die Aufgaben der Landessynode sind insbesondere:

  • im Zusammenwirken mit den übrigen Leitungsorganen darauf hinzuwirken, dass die Landeskirche in Lehre, Gottesdienst, Unterricht und in ihren Ordnungen ihrem Auftrag gerecht wird;
  • die Gesetze der Landeskirche zu beschließen;
  • die Landesbischöfin bzw. den Landesbischof sowie die synodalen Mitglieder des Landeskirchenrates und ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter zu wählen;
  • Vorlagen des Landeskirchenrates und Berichte des Evangelischen Oberkirchenrates zu beraten und darüber zu beschließen;
  • die Einführung des Katechismus, der Agenden sowie des Gesangbuches zu genehmigen. Bevor eine Vorlage über diese Bücher an die Landessynode geleitet wird, ist sie den Bezirkssynoden zur Stellungnahme vorzulegen. Der Landessynode ist über die Stellungnahme der Bezirkssynoden zu berichten.

Die Landessynode kann alle Angelegenheiten der Landeskirche in den Kreis ihrer Beratungen ziehen. Sie hat das Recht, sich mit Wünschen und Anregungen an die übrigen landeskirchlichen Organe, an die gliedkirchlichen Zusammenschlüsse, die Gemeinden und Kirchenbezirke der Landeskirche sowie die in der Kirche Mitarbeitenden zu wenden. Zu aktuellen Fragen des kirchlichen und öffentlichen Lebens kann sie Stellungnahmen beschließen und Erklärungen abgeben.

Arbeitsweise
Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre und beginnt mit ihrer ersten Tagung. Das Synodalpräsidium der amtierenden Landessynode bereitet die erste Tagung der neu gewählten Synode vor und leitet diese bis zur Wahl des neuen Präsidiums.
Die Landessynode tritt jedes Jahr auf Einladung ihrer Präsidentin bzw. ihres Präsidenten zu mindestens einer Tagung zusammen. Jede Tagung wird mit einem öffentlichen Gottesdienst eröffnet. Die letzte Tagung der Amtszeit wird mit einem öffentlichen Gottesdienst geschlossen. Vor jeder Tagung werden die Gemeinden der Landeskirche aufgefordert, im Gebet der Landessynode zu gedenken.

Womit beschäftigt sich die Landessynode?
Die Landessynode kann alle Angelegenheiten der Landeskirche in den Kreis ihrer Beratungen ziehen und Wünsche und Anregungen an die anderen Organe der Kirchenleitungen richten.

In der Regel befasst die Landessynode sich jedoch mit der Behandlung von Geschäftseingängen. Das können Vorlagen des Evangelischen Oberkirchenrats über den Landeskirchenrat sein. Das können Eingaben einzelner Gemeindeglieder, Bezirkssynoden, Bezirkskirchenräte, Ältestenkreise oder Kirchengemeinderäte, kirchlicher Mitarbeitenden oder der Werke und Dienste sein. Schriftliche Anträge oder förmliche Anfragen können aus der Mitte der Synode kommen; auch der Landesbischof kann Anträge stellen. Daneben wird in jeder Tagung eine Fragestunde vorgesehen.

Kommt eine Bitte oder Anregung bei der Präsidentin/dem Präsidenten an, so wird sie auf Inhalt und Form geprüft. Ist sie unzulässig oder zur synodalen Behandlung ungeeignet, ist die Landessynode unzuständig; oder hat sich die Landessynode schon in letzter Zeit mit der Angelegenheit befasst wird der Eingang zurückgewiesen; die Präsidentin/der Präsident unterrichtet den Ältestenrat. Die Präsidentin/der Präsident kann auch dem Ältestenrat die Eingabe zur Entscheidung, wie damit umgegangen wird, vorlegen.

Ältestenrat
Der Ältestenrat steht der Präsidentin bzw. dem Präsidenten bei wichtigen Fragen der Geschäftsbehandlung und bei Wahlen zur Seite. Er besteht aus den beiden Vizepräsidenten, den 6 Schriftführern, den 4 Vorsitzenden der ständigen Ausschüsse und 5 weiteren von der Synode gewählten Mitgliedern. Im Ältestenrat werden alle synodalen Abläufe koordiniert. Der Ältestenrat bestimmt den Zeitpunkt der Behandlung der Eingänge. Er weist sie vorbehaltlich der Zustimmung der Synode einem oder mehreren Ausschüssen zur Beratung und Berichterstattung zu. Nach Ausschussberatung wird im Plenum der Synode ein Bericht erstattet. Nach Aussprache erfolgt sodann die Beschlussfassung.
 

 Quelle: Margit Fleckenstein

Quelle: Margit Fleckenstein

Tagungsort der Landessynode

Quelle: ekiba alt
Haus der Kirche - Evangelische Akademie Baden
 
Dobler Str. 51
76332 Bad Herrenalb

Tel.: (07083) 928-0
Fax: (07083) 928-601

Mail: hausderkirche[at]hdk[dot]ekiba[dot]de

Die Tagungsstätte "Haus der Kirche - Evangelische Akademie Baden" liegt im schön gelegenen Bad Herrenalb im Schwarzwald. Sie ist von Karlsruhe, Pforzheim, Baden-Baden und Stuttgart aus hervorragend zu erreichen. Die 1997 vollständig renovierte Tagungsstätte bietet die ideale Verbindung zwischen modernem Bildungszentrum, spirituellem Zentrum und ruhiger Erholungsstätte. Bereits seit den 50er Jahren ist das Haus die Tagungsstätte der Landessynode der Badischen Landeskirche.